Die Hoffnung zurück ins Leben zu kommen
Shownotes
Ihr findet mich unter @schuelke_methode bei Instagram. Meine Homepage ist: www.schuelke-methode.de
Ich bin studierte Gesundheits- und Präventionscoach, dazu Feldenkrais-Trainerin, Körpertherapeutin und habe in meinem eigenen Leben Erfahrungen im Bereich Gesundheit gesammelt seit meiner Geburt. Durch meine persönliche Geschichte, bin ich spezialisiert auf die Darmgesundheit, das Nervensystem und die Faszienwelt.
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00:00:01: Hallo und herzlich willkommen in meinem neuen Podcast Zurück ins bunte Leben.
00:00:06: Hier nehme ich euch mit auf verschiedensten Wegen wieder zurück ins bunten Leben, und ich hoffe dass du damit viel mitnehmen kannst!
00:00:14: Mein Name ist Rodriga Schülke und ich bin ganzheitliche Gesundheits- und Präventionsberaterin oder Neudeutsch Coach in einem ganzheitlichen Aspekt.
00:00:26: so hallo und herzlich Willkommen.
00:00:29: schön das du da bist.
00:00:31: Wir starten heute erstmal damit, dass ich euch meine Geschichte erzähle wie ich überhaupt dahin gekommen bin was ich heute mache und ich hoffe auch das du einfach durch mein Leben schon ganz viel mitnehmen kannst.
00:00:45: Und für dich auch einfach schon umsetzen kannst.
00:00:49: denn wenn ich es geschafft habe wirst du's auf jeden Fall auch schaffen wieder deinen bunten Weg zu finden so dass das Leben leicht und fröhlich und mit Freude einfach nur genossen werden kann.
00:01:02: Und genau, das sind jetzt die erste Folge sein bzw.
00:01:07: dadurch dass es doch relativ viel ist was ich in meinem Leben erlebt habe werde ich das splitten auf drei verschiedene Folgen und ab der vierten Folge werden wir dann in Fallbeispiele reinkommen wo wir uns einfach anschauen wie jeder kleinste Aspekt in deinem Leben auch mit der Gesundheit zu tun hat und was sich verändert, wenn ich nur kleine Stellschrauben dann eben drehe.
00:01:34: Genau das wird so das Ziel des Ganzen sein und mich freuen wir uns dann darüber austauschen können sodass alle eben etwas davon lernen können, mitnehmen können und jeder eben wieder seinen Weg ins bunte Leben findet.
00:01:47: weil das ist meine Mission einfach Menschen wieder glücklicher zu machen so dass sie mit ihrem Weg so individuell der auch ist richtig glücklich und gesund leben können.
00:01:59: Fangen wir an, ich bin vor sechsunddreißig Jahren geboren Und schon meine Geburt war ein bisschen herausfordernd.
00:02:08: Ich habe mir ein bisschen Zeit gelassen, nämlich sechsund dreißig Stunden und dann wo mein Normast dann endlich geschafft hat mich auf die Welt zu bringen kam dann auch direkt schon die erste Endnichtanne Nachricht, nämlich ihr Kind hat gar kein Poloch da ist einfach kein Loch.
00:02:27: Ja, klingt jetzt erstmal ziemlich banal.
00:02:31: Mein Gott da machen wir eben eins rein.
00:02:34: aber man darf nicht vergessen erstens da sitzen Schließmuskeln, Ringmuskulaturen.
00:02:40: zweitens mein Körper hatte sich überlegt auch das wäre doch eigentlich ganz toll wenn wir den Darm einfach an die Gebärmutter legen ist doch auch ganz nett.
00:02:48: ja das klappt leider eben nicht so.
00:02:51: also dass erstmal der Darm umgelegt werden musste und ein neues Poloch kreiert werden musste und ja, also richtig designt sozusagen.
00:03:02: Und damit wurde direkt nach der Geburt mir erst mal ein neues Poloch gebaut.
00:03:10: Ich sage immer ganz stolz ich sehe genauso aus wie ihr alle anderen auch.
00:03:14: aber mein Poloch ist glatter!
00:03:16: Ich habe direkt nämlich schon die Gesichtsstrafung mitgenommen und wie ihr seht man muss alles ein bisschen mit Humor nehmen sonst wird es zu trist.
00:03:28: Auf jeden Fall, damit war dann schon mal dass ich äußerlich so aussah wie alle anderen und damals hat man auch einfach gar nicht so viel Wissen darüber gehabt da.
00:03:37: diese Erkrankung die ich da eben habe, man nennt das Analathresie ist echt selten und meistens auch eher mit Mehrfachbehinderungen kombiniert.
00:03:49: also so wie ich Ja, heutzutage ein ganz normales Leben führe.
00:03:54: Das ist wirklich sehr, sehr selten und man hatte damals einfach auch keine Ahnung und hat gedacht ja gut oben unten Loch perfekt Kind es wieder ganz super weiter geht's!
00:04:04: Das ist leider nicht so.
00:04:06: Man muss bedenken der Darm hat mehr Nervenstränge zum Gehirn als umgekehrt also der Damm navigiert eben das Gehirnen.
00:04:17: Jetzt können wir uns vorstellen, wenn natürlich der Darm jetzt einfach auch nicht so richtig ausgebildet war.
00:04:22: Wie es bei mir eben der Fall war funktioniert das ganze System einfach gar nicht so rund und aufgrund der ganzen Medikamente die ich damals ja direkt nach der Geburt schon bekommen habe hat sich die Darmflora gar nicht aufgebaut wie beim Kind was keine Startschwierigkeiten hatte.
00:04:44: Das hat man aber damals alles gar nicht gewusst.
00:04:47: Wie gesagt, das waren einfach auch andere Zeiten.
00:04:50: Da ist die Medizin heute komplett auf dem anderen Weg.
00:04:54: aber damals hat man dann eben zu meinen Eltern gesagt so viel Spaß mit dem Kind und gibt ihm und damit sind wir nach Hause.
00:05:05: Alle mussten sich erst mal ein bisschen dran gewöhnen weil danach gab es natürlich noch Sachen die dann gemacht werden mussten.
00:05:11: also das Pulloch musste gedehnt werden Ja, ich musste wieder aufgepäppelt werden nach so einer langen OP.
00:05:19: Ich hatte zu der Zeit auch im Urogenetaltrakt dann Schwierigkeiten, sodass meine Hahnleiter auch noch mal operiert werden mussten.
00:05:28: Dafür musste ich überall ein Jahr Antibiotikum nehmen und auch das hat sich heute ja völlig geändert.
00:05:35: Damals hat man einfach gesagt okay nimmst du eben dann Antibiotikum macht ihr überhaupt nichts.
00:05:40: Heute würde man da ja auf jeden Fall schon Darmbakterien zuführen, damit eben nicht auch die guten Bakterien sterben.
00:05:48: Das wusste man damals gar nicht und jetzt ist ja eigentlich schon relativ klar vorweggenommen.
00:05:55: es gab natürlich Tausende von Problemen dann, die sich einfach aufgrund dessen schon gebildet haben dass mir die Bakterie einfach komplett fehlten.
00:06:06: Dadurch das ich auch mit den Nieren ein bisschen Probleme hatte weil einen Nierer viel zu klein sind.
00:06:10: zusammengewachsen war immer bei uns das Thema Trinken.
00:06:14: Also einer der Standardsprüche aus meiner Kindheit, die ich wirklich auch noch heute als Erwachsene höre ist... Hast du genug getrunken?
00:06:23: Trink was!
00:06:24: Hier ist ein Glas Wasser.
00:06:26: bitte trink jetzt etwas.
00:06:27: hast du genug?
00:06:29: also das war wirklich durchgehend unser Thema da sich wirklich viel trinken musste von klein auf und natürlich dadurch dass der Darm nicht so funktioniert hat weil Ihr könnt euch vorstellen, oben unten Loch war eben nicht so der Fall.
00:06:45: Wurde bei mir in der Familie extrem auf Essen wertgelegt und geguckt dass ich eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung habe wenig Süßigkeiten viel gesundes was Kinder ja auch besonders doll mögen.
00:07:01: also da gab es einfach auch nicht wirklich viel Diskussionspotenzial, wollen wir es so sagen.
00:07:09: Mit Sprache recht sondern das wurde dann eben gemacht damit's mir einfach auch gut geht.
00:07:14: heute bin ich da sehr dankbar drüber.
00:07:18: damals fand ich das manchmal auch ein bisschen blöd und wollte gerne Fertignahrung essen nicht immer nur alles selbst gemacht.
00:07:25: aber da kommen wir später zu.
00:07:28: genau ja so habe ich meine ersten Jahre einfach gelebt.
00:07:34: allerdings Bar zum Beispiel mit dem Stuhlgang ist so, dass ich einmal im Monat Stuhlkang hatte und dann aber auch einen Tag eben bis zu teilweise vierzig-fünfzig-sechzigmal auf Klo musste.
00:07:47: Und dann war das nicht ein Stuhllgang wie ihr euch das jetzt vielleicht so vorstellt sondern reinster Überlaufkot.
00:07:54: Überlaufkot bedeutet eben einfach über ein Stein an Stuhle ist dann das Flüssige aus dem Dünndarm rüber gelaufen.
00:08:05: Also ich habe gar nicht irgendwas verwertet, nichts aufgenommen an Nährstoffen.
00:08:10: Dadurch eben auch immer war ich extrem dünn aber einfach richtig unterernährt.
00:08:16: also ich hatte eben extreme Mangel.
00:08:18: Auch das hat man damals gar nicht so ernst genommen.
00:08:22: Ich war eben einfach dünnn, aber so wie heute mit den Supplements, das war alles wo ich Kind war noch gar nicht Thema und daraus haben sich später dann auch noch mal Probleme gebildet, aber auch da komme ich später nochmal zu.
00:08:39: Und ja wie sah jetzt so eine Kindheit aus?
00:08:43: Ich war eigentlich ein sehr sehr neugieriges Kind habe immer erst geliebt wenn wir auf Reisen waren.
00:08:50: also die Welt anschauen war immer so mein Ding.
00:08:55: meine Kindergartenzeit war oft dass mein Papa mich dann rausgenommen hat durch die Gegend gereist, ob es dann nach Paris war, nach Lübeck.
00:09:05: Also Hamburg, es gab überall immer was mal anzugucken.
00:09:10: und dann haben wir sozusagen ja Weltbildung gemacht Kindergarten da konnte ich immer nicht so viel mit den anderen Kindern anfangen weil natürlich könnt ihr euch vorstellen wenn jemand so eine Verdauung hat dementsprechend was dann vielleicht auch für einen Riechmilieu um mich herum war, also der Geruch war wirklich nicht sehr, sehr appetitlich.
00:09:35: Das heißt Kinder wollten natürlich auch nicht unbedingt mit mir spielen.
00:09:38: Im Kindergarten war das noch nicht so.
00:09:41: das Thema In der Grundschule kommen wir gleich noch dazu.
00:09:45: War das dann schon wieder was ganz anderes?
00:09:49: Ja und dann sind wir viel gereist Haben uns die Welt angeguckt.
00:09:56: Ich hatte einmal im Monat eben meinen Stuhlgang Hab teilweise auch über Stunden auf dem Klo gesessen, mit den ganzen Klopapierrollen unter meinen Füßchen da sich mich abstützen konnte.
00:10:07: War eben noch ganz klein und habe sehr viel Zeit im Badezimmer verbracht.
00:10:14: Meine Oma hat daraus immer ein Spiel gemacht.
00:10:16: wir waren dann immer auf der Titanic oder auf anderen Schiffen auf Kreuzfahrtsschiffen Und sie saß dann auf der Badewanne kannte und hatte dann immer erzählt das neue Ode To Let und hat eben dann aus diesem Ganzen, dass diese Situation eigentlich ja total traurig war.
00:10:37: Ein Spiel daraus gemacht mit so einer Leichtigkeit, dass es schon wieder lustig war und ich auch gar nicht gemerkt habe, dass ist vielleicht bei mir anders als bei anderen Kindern.
00:10:45: also mein Umfeld hat da wirklich viel beigetragen, dass ich eine sehr schöne Kindheit trotz dieser ganzen Hürden leben durfte und ich mich gar nicht so anders gefühlt habe als sich es eigentlich wirklich in der Realität war.
00:11:07: Genau, Reisen war wie gesagt das Ding.
00:11:11: Wir waren viel in Amerika unterwegs im Schwarzwald war ich extrem viel und ja dann ging es weiter.
00:11:21: Es war so interessant, weil jetzt mein frühkindliche Zeit jetzt sozusagen nicht... oder ich kann mich auch an vieles einfach nicht erinnern.
00:11:28: Das muss ich auch dazu sagen.
00:11:31: Dann ging es in die Schule und Schule war heftig!
00:11:34: Schule war wirklich heftig, weil für mich einfach eben erstens auch Mobbing ein Thema wurde.
00:11:43: Ich war immer anders, einfach aufgrund dessen dass mein Körper alles nicht so konnte wie bei den anderen habe ich ganz viel über den Kopf kompensiert.
00:11:53: Ich war super wissbegierig, neugierig.
00:11:55: Ich hab immer viel gelesen und mir immer viele Sachen angeguckt.
00:11:59: Ich habe viele Sachen hinterfragt.
00:12:00: Ich bin auch ein sehr kritisches und skeptisches Kind.
00:12:04: Mich wollte immer die Hintergründe von allem wissen und wollte alles verstehen aber eben alles über dem Kopf also extrem kopflastig Aber eben klar das Leben ist Balance.
00:12:16: dadurch dass mein Körper das alles nicht so konnte habe ich dann versucht, über den Kopf das zu kompensieren.
00:12:25: Da war dann das erste Mal das typische A. Ich hab dich berührt jetzt du hast die Pest, du stinkst alles mögliche Okkumei, die macht sich noch in die Hose.
00:12:36: also bis ich zwölf war, war ich eben sozialen Nicht-Kontinent bedeutet und ich habe einmal im Monat noch in der Hose gemacht und ja das hat man natürlich mitbekommen Man konnte es riechen, man konnte es manchmal sehen.
00:12:54: Das ist natürlich eine Stellvorlage für manche Kinder um einfach sich darüber dann zu bereichern will ich nicht sagen aber das ist natürlich leichter auf sowas einzugehen und darüber Witze zu machen als vielleicht zu unterstützen.
00:13:10: Ich hatte aber immer auch Leute die mich unterstützt haben also auch leute die mich einfach so genommen haben wie ich war.
00:13:19: Dadurch habe ich dann den Fokus auf sowas immer eher gesetzt als auf das ganze Mobbing.
00:13:26: Aber das Mobbing hat mich auch stärker gemacht, also ich muss auch sagen... Ich bin den Leuten heute sehr dankbar dass sie mich gemobbt haben weil das hat mir eine Resilienz geschaffen die ja mir heute eben ein großer Vorteil ist.
00:13:41: deswegen auch danke an dieser Stelle an die Leute die mich damals gemobpt haben falls ihr das mal hier hören solltet.
00:13:49: Genau, in der Grundschule habe ich auch ein relativ normales Leben geführt.
00:13:56: War nicht unbedingt eine gute Schülerin aber gar nicht weil ich jetzt irgendwie nicht gebildet war oder dumm war.
00:14:03: Ich glaube dass sich einfach echt unterfordert war oft und mich Sachen einfach... Mich haben ganz andere Sachen interessiert.
00:14:10: Mich hat nicht interessiert ob man drei plus drei sechs ist oder ob das neun ist oder zehn oder zwanzig oder weiß der Kuckuck.
00:14:15: was Mich hat er interessiert, wie funktioniert der Körper?
00:14:19: Wie funktioniert der
00:14:20: Mensch?!
00:14:21: Wie funktioniert die Welt!
00:14:22: Wie funktioniert das Interagieren zwischen Menschen.
00:14:26: Ich habe damals mich schon extrem für Massage interessiert.
00:14:29: Wir hatten ein Massagenbuch zu Hause und ich hab meine Mama dann eben immer wieder massiert und hab da mit diesem Buch hinter ihr gesessen, haben mir die Massagergriffe angeguckt und hab dann meine Mama massiert.
00:14:40: Das fand ich immer total toll und spannend Kompass oder nicht?
00:14:46: nicht Kompas, wie nennt man es ein Atlas.
00:14:49: Ein Atlas über die Anatomie und allerdings kein Gemalten sondern einen mit Fotos von Leichen.
00:14:57: Und deshalb habe ich extrem gerne mir angeguckt wie die Organe eben im Körper liegen Wie das aufgebaut ist wer mit wem interagiert wie die Muskeketten sind.
00:15:11: Also mich hat der Körper einfach immer extrem fasziniert.
00:15:15: Und es gab auch einmal eine Situation im Krankenhaus, da musste ich zur Kontrolle einen Ultraschein von meinem Darm machen zu lassen und der Arzt fragte mich dann ja was soll ich denn hier auf das Ultraschallbild malen?
00:15:29: Weil man kann mit diesen Geräten eben ganz normal malen.
00:15:32: Eine Blume im Baum, was weiß ich... Ich habe ihm gesagt mal mir bitte meinen Darm!
00:15:40: Ihr könnt an dieser Antwort schon sehen, wie alt war ich damals?
00:15:49: Ich war eben nicht das Durchschnittskind.
00:15:53: Auf allen Ebenen nicht!
00:15:55: Aber in meinem inneren Kreis, also in meiner Familie habe ich das überhaupt nicht gemerkt.
00:16:00: man hat mich ganz normal behandelt.
00:16:03: Ich hab bestimmt öfter mal eine Sonnerstellung gekriegt und wurde ein bisschen mehr verwöhnt.
00:16:09: Aber keiner hat mir irgendwie das Gefühl gegeben, dass ich komisch bin.
00:16:13: Das kam immer eher von außen.
00:16:16: Zuhause war eben Fokus auf gesondene Einährung.
00:16:19: Bei uns wurde wirklich alles selbst gemacht Ob es die Butter war, ob es die Gemüsebrühe war... ...ob ist das Brot ein Soft Drink?
00:16:33: Also es wurde wirklich Alles selbst gemacht.
00:16:35: Die Hagebutte wurde geflückt dann wurde sie getrocknet daraus wurde Hagebuttentee gemacht, dann gab es einen frisch gepressten Saft der in einer flotten Lotte ausgequetscht wurde und dann das zusammengeschüttet so dass ich dann daraus eben ein Softdrink hatte.
00:16:53: Also ihr seht es war wirklich komplett wie man heute so schön sagen würde absolut öko aber eben nicht bei meinen Eltern jetzt So die Öko-Eltern sind überhaupt nicht, sondern eben einfach aufgrund meiner Geschichte.
00:17:08: Dass man immer gucken musste dass ich möglichst gesund lebe, möglichst viele Nährstoffe rein bekomme und eben der Darm einfach gut versorgt ist.
00:17:20: Meine Eltern sind per Zufall irgendwann in eine Selbsthilfegruppe gekommen für Kinder mit Analatresie oder Familien mit Kindern mit Analalatresi.
00:17:32: Ich weiß gar nicht, wie alt ich war und wo meine Eltern da reingegangen sind.
00:17:36: Aber zu der Zeit – also ich muss noch ein relativ kleines Kind gewesen sein bei sich nicht für echt fünf, sechs oder sieben sowas rum – wollte ich aber auch mit Analytrisie einfach gar nichts zu tun haben weil dieses Thema so aus meinem Halzing aufgrund meiner Erfahrung im Krankenhaus was natürlich immer wehtat.
00:17:58: Ich hab da tyrannische Anfälle bekommen, wenn Ärzte mir zu nahe gekommen sind.
00:18:05: Ich wollte dann erst mal gucken ob sie denn ein Diplom haben oder einen Zertifikat dass die auch wirklich Ärzten sind und überhaupt wissen was sie tun.
00:18:13: Also natürlich alles aus Angst aber dann war irgendwann die Zeit das ich einfach gar nichts mehr mit diesem Thema zu tun haben wollte.
00:18:22: für mich war es eben normal einmal im Monat auf Stuhlgang zu haben, so stark dass ich dann auch fast nicht mehr sitzen konnte weil einfach die Haut nur noch nackter blanke Hautfetzen waren.
00:18:36: Blutig!
00:18:37: Also ja... Ich weiß gar nicht ob man sich das so von außen vorstellen kann also wirklich Schmerzen des Lebens Aber das war für mich normal.
00:18:48: Es war jetzt auch nicht, da ich gedacht habe ich bin ein armes Kind sondern es gehörte einfach dazu wie man sich schuhe anzieht.
00:18:55: Ja, okay.
00:18:56: Einmal im Monat war eben dieser Kacktag und fertig war!
00:19:01: Ich hatte ein Survival-Package, das war immer so eine gepackte Tasche mit Unterhose, Mülltüte, Feuchtüchern, Wundcreme, sodass ich eben immer alles wechseln konnte.
00:19:14: Und so habe ich dann gelebt.
00:19:15: Auf jeden Fall kam meine Eltern zu dieser Selbsthilfegruppe und da gab es eine Ärztin die das Bullmanagement vorgestellt hat.
00:19:25: Das Ballmanagement war, dass man sich eben selbst ausräumen konnte bzw.
00:19:30: durch Darmspülungen selbst entleeren und damit sozial kontinent werden konnte.
00:19:36: Bedeutet das man nicht mehr in die Hose macht sondern Stuhlgang hat zwar eben nicht selbst ausgelöst vom Körper aber Stuhligang!
00:19:45: Und das ist schon mit so einer Behinderung ein Riesenfortschritt.
00:19:51: Meine Eltern kamen total begeistert nach Hause.
00:19:55: Ich wollte davon natürlich überhaupt gar nichts hören.
00:19:58: Und Eltern sind ja da manchmal ein bisschen cleverer als die Eigen, also als das Kind und haben dann eben beim Abendessen so ganz nebenher erzählt wie toll das denn alles ist wenn man gar nicht mehr in die Hose macht.
00:20:09: und dass es da eine Ärztin gab und haben sich darüber so ausgetauscht und ich wurde neugierig und jetzt hätte ich so um die Ecke geguckt habe ich gesagt da können wir die nicht auch mal besuchen und mal Hallo sagen gesagt getan.
00:20:21: wir sind dann dahin Und diese Ärztin hat das erste Mal oder das erste Wunder in meinem Leben vollbracht.
00:20:32: Der Darm wurde ausgeräumt, woraus eben unter voller Kose kiloweise Stuhl mir entnommen wurde, rausgespült wurde und dann haben wir ganz langsam angefangen.
00:20:47: zuerst sollte das Ganze mit... wie war das denn?
00:20:52: Ach genau!
00:20:53: CO-Zepfchen, also so dass man sozusagen Blähungen auslöst.
00:20:59: Das hat aber gar nicht funktioniert weil mein Darm so ausgeleiert war das einfach diese Luft die verpuffte.
00:21:06: Also wahrscheinlich hätte ich fünfzig dieser Zepfin nehmen müssen.
00:21:09: nein Scherz aber es war viel zu wenig für so einen ausgeleierten Darm.
00:21:14: Das heißt ich bin immer wieder voll gelaufen also immer wieder ein bisschen wie bei Monopoly geht zurück zu los und musste immer wieder von vorne anfangen, bis wir dann in einem Jahr vierzehn Ausräumungen unter Vollnerkose hatten.
00:21:34: Und es für alle klar war.
00:21:37: also so können wir das jetzt nicht weitermachen.
00:21:38: Wir können nicht jeden Monat eine Vollnerkurse in das Kind reinpacken, dass die Idee war mit Darmspülungen, dass ich mich dann selbst entleere.
00:21:49: Ja gesagt getan!
00:21:51: Ich habe da ein Darmsspülung bekommen habe gelernt mich auch selbst auszuräumen, da möchte ich jetzt einfach nicht mehr ins Detail gehen.
00:21:59: Ich glaube man kann sich vorstellen wie so was dann eben aussieht und mein Darm hat dann angefangen sich zurückzubilden.
00:22:07: das war das erste mal dass wir einen Schritt nach vorne gegangen sind und nicht wieder automatisch direkt zwei Schritte zurückgegangen sind und das war ihr könnt euch gar nicht vorstellen eine Riesen-Erleichterung, das erste Mal dass ich auch essen wollte.
00:22:25: Also ihr könnt euch auch da vorstellen wenn man so voll ist mit Stuhl alles drückt Man kann gar nicht richtig krumm sitzen weil so viel stuhl im Bauch drin sind Dass Ich auf einmal Wo der Darm dann leer war?
00:22:40: Ich habe teilweise zwei drei Portionen gegessen Wenn wir im Restaurant zum Beispiel waren Weil ich soviel Hunger hatte und ich einfach alles nachgeholt habe.
00:22:51: Ich hab in der Zeit auch einen Riesenschuss gemacht, ein Riesenwachstumsschub weil ich alles erstmal nach geholt habe was sich in diesen ganzen Jahren an Nährstoffen einfach verpasst habe und dadurch auch nicht gut gewachsen bin.
00:23:06: also ich war wirklich richtig abgemagert.
00:23:10: meine Oma hat immer gesagt man kann auf den Rippen Klavier spielen es könnt ihr euch vorstellen wie das aussieht oder aufs Saar.
00:23:20: Und ja, also Thema war eigentlich immer in der ganzen Kindheit Essen trinken und irgendwie diesen Darm leer zu bekommen.
00:23:36: Leider hat auch hier es wieder eine Folge weil wenn der Körper in der Wachstumszeit zu wenig Nährstoffe bekommt können Knochen eben nicht so hart werden wie sie eigentlich sein sollen Und man hatten wir gerade das eine ein bisschen in den Griff bekommen.
00:23:53: Mit dem Darm folgte direkt schon das nächste, nämlich die Hüfte.
00:23:59: Dadurch dass ich so unterversorgt war ist mir dann beim Treppensteigen bei einer Freundin die Hünfte abgerutscht oder der Hüftkopf besser gesagt und dann ging es per Not-OP direkt also mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus und dann per Not OP wurde mir dann die HÜFTE wieder an diese Stelle gepackt wie sie sein sollte, festgespickt mit Drähten und dann wurde direkt die andere Seite auch gemacht weil meistens passiert dann eben das gleiche nochmal auf der anderen Seite.
00:24:33: Und ja dann hatten wir direkt nach dem einen hoch das nächste Tief, weil nach der Hüft-OP wo ich gerade mein neues Lebensgefühl gewonnen hatte saß ich erst mal im Rollstuhl Und das ist schon auch nicht so leicht, wenn du gerade diese Leichtigkeit mal riechen konntest.
00:24:59: Du konntesst mal erahnen wie das Leben in Leichtigheit ist.
00:25:04: Wie gesagt ich hatte trotzdem eine unglaublich tolle Kindheit wo wir eben viel gereist sind und solche Sachen.
00:25:11: aber zack kam auf einmal der nächste Schlag.
00:25:19: und auch das haben meine Eltern wieder eigentlich schön gemacht weil Sie haben mir dann einen Sportrollstuhl organisiert und ich weiß nicht, glaube nicht dass jetzt alle sich so gut mit Rollstühlen auskennen.
00:25:34: Es gibt diese Klobiken die wirklich sehr schwer zu lenken sind also die eher zum Schieben sind.
00:25:40: Und dann gibt es eben Sportroll Stühle.
00:25:42: Die sind richtig geschmeidig Mit denen kann man schnell sein, mit denen kann auf den Rückrädern fahren.
00:25:47: Also das macht schon auch durchaus viel Spaß damit.
00:25:51: So ein habe ich bekommen Und ab da habe ich mir auch ein Spass draus gemacht.
00:25:59: Mit meinen Freunden, wir haben Rallys in der Wohnung gemacht.
00:26:05: Wir hatten, dass man so einen Pudding laufen konnte bei uns in der Wohnung und da haben wir dann eben Rollstuhl-Rallys gemacht, haben Rollstuführerscheine uns gebastelt, dann durften meine Freunde damit fahren also... Auch das wieder mit viel Leichtigkeit uns daraus ein Spiel gemacht.
00:26:26: So schwer das eben dann war, also auch in der Schule auf den Rücken gelegt worden und dann bin ich nicht mehr hochgekommen über... Ich hatte hinten immer an meinem Rollstuhl die Krücken.
00:26:38: Dann haben sie mir die Krücken weggenommen.
00:26:40: Das heißt, ich konnte da nicht auf Klo gehen.
00:26:41: Also auch da habe ich Mobbing erfahren.
00:26:45: aber wie ihr jetzt schon aus der Erzählung hört, ich hab immer den Fokus aufs Positive gelegt.
00:26:52: Ja es gab eben auch viel Scheiße Aber immer geguckt, dass man trotzdem Spaß hat.
00:26:58: Dass man mit Freude was macht.
00:27:01: Dass die Situation so nimmt wie sie eben jetzt ist und daraus das Beste kreiert aber auch immer noch mal skeptisch hinterfragt gibt es nicht vielleicht doch noch irgendwas was man besser machen kann oder einfacher machen kann?
00:27:15: ist wirklich das, was die Ärzte einem sagen.
00:27:18: Wirklich der richtige Weg?
00:27:19: oder habe ich ihnen gespürt dass es etwas anderes gibt?
00:27:21: Also das war schon auch wirklich immer als Kind bei mir drin Dass sich alles kritisch hinterfragt habe und immer nach meinem inneren Kompass auch nochmal gegangen bin.
00:27:33: Genau da muss ich so ungefähr zwölf gewesen sein Ja sowas also ganz jugendlich teenager in der Ecke ungefähr.
00:27:49: Es gab dann noch ein paar Hüft-OP'en, weil immer wenn man wächst müssen diese Drähte erneuert werden.
00:27:58: Dadurch dass ich jetzt die Nährstoffe aufnehmen konnte bin ich natürlich gewachsen.
00:28:03: Da konntest du bei zugucken.
00:28:04: also ständig gab es Neurosen wieder, weil ich überall rausgewachsen war.
00:28:10: Dementsprech mussten aber auch eben ständig die Dräte wieder erneut werden Also immer wieder zurückauf anfangen und wieder neu durch.
00:28:20: Also Geduld war eigentlich auch etwas, was ich super hätte üben können.
00:28:25: irgendwie habe ich diese Übungsschance nicht so wirklich für mein Leben genommen weil privat hab' ich fast gar keine Geduld für irgendetwas heutzutage.
00:28:33: das fehlt mir noch aber ich hätte die Chance gehabt also ich hätte gut geduld üben kann naja!
00:28:41: Gut jetzt haben wir also die Hüfte.
00:28:44: Witzigerweise kam dann meine Eltern auf die Idee, wir könnten ja mal auf Minorka Urlaub machen.
00:28:50: Da kam ich gerade aus einer OP und hatte jetzt die Krücken eben an den Händen und sind mit Krücken nach Minorker gefahren.
00:28:59: Und da wir eine Familie sind, die immer gerne erkunden haben wir auch auf Minorca ein wenig erkundet.
00:29:05: das endete dann darin dass sich Blasen an den händen hatte wie über Minorka gestaffelt mit meinen Krücken.
00:29:15: Aber auch das hat mich eben nicht gehindert, trotzdem die Situation mitzunehmen und mir Minorkas angeschaut zu gucken.
00:29:25: Ja!
00:29:28: Jetzt könnte man ja sagen, was ist jetzt daran der Spannende?
00:29:32: Da ist ja jetzt nicht wirklich irgendwie viel Spannendes.
00:29:35: Ja kann man so sagen aber ich hatte immer große Ziele.
00:29:39: Mein Ziel war schon seit Kindergarten dass sich auf jeden Fall im Ausland leben wollte.
00:29:45: Ich hatte damals immer gesagt, entweder studiere ich im Ausland oder ich mache einen Austauschjahr.
00:29:51: Jetzt kam dann die neunte Klasse und es gab die Vorbereitung oder ein Infoabend für einen Austauchjahr und ich bin da nach Hause gekommen habe zu meinen Eltern gedacht so Leute!
00:30:02: Es ist soweit.
00:30:02: wir gehen jetzt heute Abend zu diesem Info-Abend und meine Eltern waren so ein bisschen was?
00:30:07: Was für den Info abends?
00:30:08: Warum?
00:30:08: Wieso?
00:30:09: Weshalb?
00:30:11: Ja sind dann dahin Und für mich war sofort klar, auf jeden Fall werde ich ins Ausland gehen.
00:30:15: Ich würde auf jeden fall ein Auslandsjahr machen und da seht ihr auch wie normal ich mich gesehen habe dass sich nicht eine Millisekunde darüber nachgedacht hat das vielleicht mit meiner Situation mit Einläuften auf dem Boden liegen die Spülung was ja auch durchaus Geräusche macht dass es vielleicht doch ist dich die optimale Ausgangslage ist in auslern für einen Jahr alleine zu gehen.
00:30:39: der Gedanke den hatte ich gar nicht nicht einmal so.
00:30:44: Und meine Eltern haben das auch nicht in Frage gestellt, sondern es war klar okay wenn du das machen willst dann machst du das und dann wirst du das irgendwie hinbekommen.
00:30:53: Und dieses in mich zu glauben und mir auch zu vertrauen dass ich mich da irgendwie auch gut einschätzen kann, das hat glaube ich auch echt viel an meinem Selbstvertrauen aufgebaut, dass ich wirklich viele Sachen einfach hinnehmen konnte irgendwie die Hürde erst mal zu sehen.
00:31:14: Klar es gab Hürden, gar keine Frage dazu komme ich auch gleich nochmal.
00:31:18: aber erstmal probieren dann kann man nachjustieren.
00:31:26: somit habe ich mich dann beworben und wollte ins Ausland standen zur Auswahl Costa Rica Chile Argentinien genau die drei.
00:31:40: Mein erster Wunsch war eigentlich Costa Rica, zweiter Chile, dritter Argentinien.
00:31:45: Es ist Chile geworden und so bin ich danach Chile.
00:31:51: Total aufgeregt natürlich weil in eine fremde Familie für ein Jahr... Ich wusste nicht was auf mich zukommt und also es war alles ganz aufregend.
00:32:00: dann musste ja auch ne Familie gefunden werden die eben mit diesen Herausforderungen eben auch sich einverstanden erklärt oder eben auch da nicht Angst vor hat, das hat dann aber auch geklappt.
00:32:12: Und dann hatte ich meine Familie aber relativ auf den letzten Drücker und bin danach Chile.
00:32:19: und wenn man so einen Austauschjahr macht ist es so dass am Anfang man erst mal ja so zwei Eingewöhnungstage im Land hat wo man mit allen Austausschülern von der ganzen Welt zusammen ist erstmal ankommt, erst mal sich ein bisschen akklimatisiert.
00:32:38: Das war dann bei uns auch so.
00:32:41: allerdings da wo wir dieses Treffen hatten oder wo wir dann waren gab es eben einfach auf Lehmboden, so Wellblechwände hingestellt und dann Kabintoletten mitten also super offen das heißt man musste in dieser Kabine jetzt auf Klo gehen Und mit Einlauf sensationell.
00:33:07: Super!
00:33:07: Also besten Voraussetzung, um Darmspülung zu machen und ich kannte ja keinen richtig.
00:33:15: also wir hatten uns zwar auch so Vorbereitungstreffen hatten wir ein paar Leute irgendwie haben wir uns kennengelernt aber überhaupt nicht dass man sich jetzt kannte.
00:33:25: Ja es gab aber auch nichts wo ich den Wasserbeutel hinhängen konnte Es gab kein Haken.
00:33:30: und direkt die erste Herausforderung, wie mache ich jetzt hier Einlauf?
00:33:35: Ja.
00:33:36: Und dann musste ein Mädchen mit der ich mich dann beanbegefreundet hatte, die musste dann den Wasser Beutel halten.
00:33:44: Ich habe dann auf diesem Lebenboden eben mich hingelegt, hab da einen Einlauf gemacht.
00:33:49: wir haben uns einen abgegackert weil diese Situation einfach so surreal war, wie ich da auf dem Lebenbohnen liege Im Hintern, sie versucht wegzugucken.
00:34:01: Aber natürlich wenn man daneben steht... Man sieht ja trotzdem alles dann mit diesem weltlichen Winden wo man wirklich alles hört und sie hat dann versucht eben durch Singeln und Trellern und Pfeifen das Geräusch zu übertünchen.
00:34:16: aber ihr könnt euch auch hier wieder das ganze mal bildlich vorstellen.
00:34:22: Das hat nicht wirklich viel gebracht!
00:34:29: und einfach gemacht, einfach angenommen.
00:34:33: Und dann bin ich in die Familie gekommen, bin da superherzlich aufgenommen worden und habe da mein Leben dann erstmal einfach gelebt.
00:34:43: Da war dann die Herausforderung eher die Sprache, Spanisch zu lernen.
00:34:48: also ich bin mit Holla und Gracias gekommen und musste jetzt irgendwie mich im Spanischen zurechtfinden und habe aber da wirklich einer der besten Jahre meines Lebens verbracht, also ich war einfach Jugendliche.
00:35:05: Ich war einfach Friedrich Geschöcke kein Komma sie hat und dann meine ganze Krankenakte sondern ich war Einfach Teenager!
00:35:16: Ich war Jugendlich, ich war sechszehn Jahre alt und hab einfach das Leben genossen hab mit Freunden abgehangen, keiner wusste irgendwas von meiner Geschichte und konnte wirklich noch mal richtig von vorne anfangen.
00:35:29: Ja auch mich erstmal kennenzulernen.
00:35:31: wer bin ich denn ohne diese ganzen Probleme?
00:35:35: Ohne die Herausforderung!
00:35:37: Ohne ständig nach Regeln zu leben.
00:35:40: Ohne... Nein dies darfst du nicht weil das ist nicht gut für den Damen.
00:35:44: Nein das ist in Ordnung.
00:35:45: Nein pass bitte darauf auf.
00:35:47: also mein Leben war einfach recht reglementiert in Sachen Ernährung und Trinken.
00:35:58: Einfach damit ich existieren konnte, also da war ja jetzt auch nicht weil irgendjemand mir böse war sondern einfach damit ich überhaupt nur existieren könnte.
00:36:07: Und auf einmal fiel das alles weg.
00:36:10: so Ich musste nicht mehr darauf achten was ich esse.
00:36:14: natürlich war das dann in mir schon drin Also dass es einfach richtig fest in mir verankert bis heute auch so ist.
00:36:21: Natürlich ess ich auch mal ein Burger, natürlich esse ich auch einmal eine Torte oder ein Stück Torte aber erstens alles in Supermaßen und zweitens schmeckt es auch gar nicht.
00:36:33: also meine Ernährung ist trotzdem nach wie vor sehr natürlich fast alles nur was keine Inhaltsangabe hat und was eben wirklich frisch aus der Natur kommt.
00:36:46: Aber mit sechzehn war der erste Punkt in meinem Leben, wo ich darauf nicht achten musste.
00:36:52: Vielleicht auch nochmal gehen wir noch mal zurück, wo er zu drei oder vier war damit ihr euch vorstellen könnt wie stark das reglementiert war.
00:37:01: Ich habe meinen Papa und mein Papa hat früher Kinos beleuchtet Und ich durfte mit auf eine Montage und durfte dann.
00:37:07: in diesem Kinorobau durfte ich dann eben schlafen und eben bei ihm sein und dann bin ich mit einem Mitarbeiter von ihm dahin gefahren zu dieser Montage.
00:37:19: Ich durfte mir für diese Fahrt eine Tüte Süßigkeiten aussuchen.
00:37:24: Und das war ... Boah, Leute!
00:37:26: Das war der Himmel.
00:37:28: Das war toll und ich war so glücklich über diese Süßkeiten und wir hatten zum Verstehen, wenn man in den Garten gelaufen ist, hatten wir eine Terrassentür mit einem kleinen Stolperstufe und ich laufe daher und will diesen Mitarbeiter erzählen Dass ich Süßigkeiten dabei habe und knallvolle Kanone über diese Stufe, vor lauter Freude über diese Süßkeiten hatte mir dann die Lippe aufgehauen.
00:37:59: Mit Zahn hatte ich noch irgendwas.
00:38:00: Ich bin da mit ganz dicker Lippen und konnte nur auf einer Seite essen.
00:38:05: trotzdem zu dieser Montage gefahren weil ich unbedingt eben dahin wollte weil ich das als Kind so geliebt habe auf diesen Montagen oder auf diesem Baustellen dann zu übernachten, da zu leben.
00:38:15: Auf der Baustelle zu spielen und eben zu erkunden.
00:38:19: Und ja also so wichtig oder so besonders waren diese Süßigkeiten für mich, weil es die eben einfach aufgrund meiner Geschichte so selten gab.
00:38:30: Und in Chile war.
00:38:34: Keiner hat mir gesagt, nein du darfst jetzt nicht so viel essen oder du musst darauf aufpassen und dadurch dass ich eben die Darmspülung hatte konnte ich sowieso den Darm immer gut entleeren.
00:38:44: Und das war das Paradies!
00:38:47: Also richtig toll und das Jahr ist schneller verflogen als man gucken kann.
00:38:55: Ich habe fließend Spanisch gelernt.
00:38:57: Ich hab mir verschiedene Schulen angeguckt.
00:38:59: also ich war auf einer Industrie Schule mit nur Jungs Zwei Tausend Jungs und ich.
00:39:05: Ich war auf einer katholischen Schule, ich war auf der deutschen Privatschule also hat mir auch die verschiedenen Arten an Schulsystem sozusagen angeguckt, die es eben gibt.
00:39:17: Und ja dann ging es nach Deutschland wieder zurück.
00:39:23: und wie ihr jetzt so schon ein bisschen raushören konntet mein Leben war immer in Wellenform.
00:39:29: Es ging hoch und runter, hoch und herunter Wie das Leben eben dynamisch ist.
00:39:33: Und nach so einem hoch könnt ihr euch vorstellen, kam das nächste Tief.
00:39:39: Wie es dann in Deutschland weiterging und wieder raus hinterher meine Berufung geworden ist... ...und was ich im Alltag für kleine Stellschrauben verstellte damit ich heute meinen bunten Lebensweg leben kann Das erfahrt Ihr in der nächsten Folge.
00:39:57: Tschüss bis bald!
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